Mandantenportal

Mandantenportal: Schluss mit Email‑Chaos und Unterschriftenmappen

Das neue Mandantenportal bündelt Kommunikation, Dokumente und Prozesse in einer einzigen, leicht zugänglichen Oberfläche. Ein Login genügt, um Steuerbescheide zu erhalten, Aufgaben zuzuweisen, digital zu unterschreiben und betriebswirtschaftliche Auswertungen anschaulich zu betrachten. Ab dem 13. Januar 2025 startet der Rollout — Zeit, sich auf deutlich weniger Papierkram und deutlich mehr Übersicht zu freuen.

Link: Datenschutzerklärung von YouTube

Warum ein Mandantenportal jetzt Sinn macht?

Die Verwaltung wird immer digitaler: Steuerbescheide kommen künftig standardisiert elektronisch. Das Mandantenportal ist die Antwort darauf — und mehr. Es ersetzt Ping‑Pong‑Emails, reduziert verlorene Dokumente und schafft ein gemeinsames, nachvollziehbares System für Kanzlei und Mandant.

Was das Mandantenportal konkret kann

Ein Login für alles

Mandanten brauchen nur eine E‑Mail und ein Passwort. Keine komplizierten DATEV‑Logins oder zusätzliche Tools, keine extra Registrierungen. Das Portal ist die zentrale Einstiegsplattform, von der aus einzelne Tools gestartet werden können.

Digitale Steuerbescheide und Aktenzugriff

Steuerbescheide landen digital im Mandantenportal und nicht mehr als Papier‑Brief. Die Kanzlei prüft die Bescheide und stellt sie im Portal bereit. So spiegelt das Portal die Akte der Kanzlei nach außen — nachvollziehbar und jederzeit abrufbar.

Ticketsystem statt Email‑Ping‑Pong

Fehlende Belege, offene Fragen oder Klärungsanfragen werden als Aufgaben (Tickets) angelegt. Diese Aufgaben enthalten Fristen, zugewiesene Verantwortliche und die Möglichkeit, Dokumente direkt hochzuladen. Beide Seiten erhalten automatische Erinnerungen, bis die Aufgabe erledigt ist.

Digitale Signaturen ohne Zusatzprogramme

Unterschriften von Jahresabschlüssen, Gesellschafterbeschlüssen oder Steuererklärungen laufen über das Portal. PDFs werden mit Signaturfeldern bereitgestellt und können mobil per Finger oder hinterlegter Signatur unterschrieben werden. Das unterschriebene Dokument landet automatisch in der Akte.

BWA‑Visualisierung

Statt trockenem Formular gibt es grafisch aufbereitete Auswertungen. Mandanten wählen, welche Kennzahlen sie sehen wollen — Umsatz, Personalkosten oder andere Parameter — und bekommen sofort verständliche Charts.

Welche Vorteile bringt das Mandantenportal?

  • Mehr Übersicht: Alle Dokumente, Aufgaben und Nachrichten an einem Ort.
  • Weniger Zeitaufwand: Keine Suche nach Mails, keine unnötigen Telefonate.
  • Transparenz: Wer hat was hochgeladen, wer hat welche Aufgabe erledigt?
  • Schnellere Freigaben: Signaturen mobil und ohne Zusatzsoftware.
  • Geringeres Risiko: Keine verlorenen Briefsendungen, automatische Erinnerungen reduzieren Nachfragen.

Wie die Zusammenarbeit künftig läuft

Die Kanzlei wird konsequent über das Mandantenportal kommunizieren. Für neue Mandate ist die Nutzung verpflichtend; für bestehende Mandate ist ein schrittweiser Übergang geplant. Ziel ist klar: Ein Kanal statt vieler, eine Struktur statt Chaos.

Intern öffnet die Kanzlei das Portal standardmäßig beim Start des Rechners, damit alle Mitarbeitenden sofort sehen, ob neue Aufgaben anstehen. Externe wie interne Erinnerungen sorgen dafür, dass nichts liegen bleibt.

Tipps für den Einstieg

  • Einrichtung: E‑Mailadresse und Passwort reichen; achtet auf ein sicheres Passwort.
  • Benachrichtigungen: Aktiviert E‑Mail‑Benachrichtigungen, damit ihr Änderungen nicht verpasst.
  • Ordnerstruktur: Nutzt die schlanke Standardstruktur am Anfang — zusätzliche Ordner kann man später anlegen.
  • Signatur: Legt bei Bedarf eine hinterlegte Signatur an, um wiederkehrende Unterschriften zu beschleunigen.

Technische und rechtliche Hinweise

Die Nutzung des Portals ändert nichts an rechtlichen Fristen oder Pflichten. Elektronische Bescheide gelten rechtlich entsprechend. Datensicherheit und Zugriffsrechte müssen beachtet werden — die Kanzlei sorgt für verschlüsselte Übertragung und Ablage.

Ein Login für alles – keine komplizierten DATEV‑Zugänge mehr nötig.

Häufige Fragen

Muss ich digitale Steuerbescheide akzeptieren?

Standardmäßig werden Steuerbescheide digital zugestellt, wenn die Erklärung ebenfalls digital übermittelt wurde. Wer die digitale Zustellung nicht möchte, kann widersprechen. Ohne Widerspruch erfolgt die Zustellung über das Portal.

Brauche ich einen DATEV‑Zugang oder zusätzliche Software?

Nein. Für das Mandantenportal genügt eine E‑Mailadresse und ein Passwort. Sämtliche Funktionen wie Signatur, Upload oder BWA‑Ansicht laufen ohne extra Programme.

Was passiert mit physischen Briefen und Unterschriftenmappen?

Physische Post soll reduziert werden. Unterschriften werden digital geleistet und dokumentiert. Nur in Ausnahmefällen, die rechtlich nötig sind, bleibt die physische Unterschrift bestehen.

Wie finde ich fehlende Belege oder Aufgaben?

Fehlende Belege werden als Aufgabe angelegt. Jede Aufgabe enthält den Verlauf, Anhänge, Fristen und Zuständigkeiten. So ist jederzeit klar, was noch offen ist.

Wann startet das Portal und gibt es Ausnahmen?

Der Start ist geplant für den 13. Januar 2025. Ziel ist eine einheitliche Kommunikation über das Portal; Ausnahmen sollen nur in begründeten Sonderfällen möglich sein.

Fazit

Das Mandantenportal ist kein Selbstzweck, sondern ein praktisches Werkzeug: weniger E‑Mails, weniger Papier, bessere Nachvollziehbarkeit. Wer die Zusammenarbeit effizienter, sicherer und moderner gestalten will, profitiert unmittelbar. Die Umstellung erfordert am Anfang ein wenig Gewöhnung, liefert aber schnell echte Entlastung für Mandant und Kanzlei.


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